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Umweltforschungsstation Schneefernerhaus
INTERREG-Projekt protectAlps gestartet
Freitag, 20. April 2018

Insekten im Alpenraum - INTERREG-Projekt protectAlps gestartet

Der Rückgang der Vielfalt und der Gesamtmasse an Insekten ist in aller Munde. Unter Beteiligung der UFS hat nun das Projekt protectAlps die Arbeit aufgenommen, das für wildlebende Insekten im alpinen Raum die Belastung mit schwer abbaubaren Schadstoffen erfasst. Untersuchungsschwerpunkte liegen im Raum Zugspitze und in den Hohen Tauern am Hohen Sonnblick.

Das Projekt steht in Verbindung zu den Messungen des atmosphärischen Eintrags schwer abbaubarer Schadstoffe, die das  Bayerische Landesamt für Umwelt an der UFS und das österreichische Umweltbundesamt am Observatorium Sonnblick seit 2005 durchführen (PureAlps).

Neben der Belastung der Insekten mit schwer abbaubaren Schadstoffen wie Dioxinen oder Organochlor-Pestiziden soll auch die Messung von atmosphärischen Stickstoff-Verbindungen zwischen den Observatorien vereinheitlicht werden. Der Eintrag von solchen Stickstoffverbindungen über den Niederschlag führt dazu, dass auch in naturbelassenen Gebieten eine Anreicherung mit Nährstoffen erfolgt – was wiederum zu Verschiebungen in der Pflanzengesellschaft und den davon abhängigen Insekten führt.
Partner in dem Projekt protectAlps sind das Bayerische Landesamt für Umwelt, die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus, das Observatorium Sonnblick und die Universität Innsbruck, Institut für Ökologie. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Der Artenreichtum an Pflanzen in den Alpen ist eng verbunden mit einer großen Zahl an Insekten. Dem Eintrag schwer abbaubarer Schadstoffe aus der Atmosphäre sind Insekten auch abseits intensiv landwirtschaftlich genutzter Flächen ausgesetzt.

 

Foto: Birgit Schlick-Steiner und Florian Steiner, Universität Innsbruck