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Umweltforschungsstation Schneefernerhaus
Permafrost-Messstation am Zugspitzgipfel: Ergebnisse und Modellberechnungen
Montag, 26. Juni 2017

Neuer Band der Reihe Geologica Bavarica

An der Zugspitze wurde durch das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) eine Dauermessstation für die Beobachtung der Temperaturentwicklung im Permafrost des Zugspitzgipfels errichtet. Zu diesem Zweck wurde der Gipfelbereich der Zugspitze durchbohrt und das Bohrloch mit Temperaturfühlern bestückt. Anhand der vorliegenden Messdaten wurde ein numerisches Rechenmodell kalibriert, das die klimatischen Atmosphäre-Gesteins-Wechselwirkungen und die Temperaturen im Gebirge erfasst. Die bisherigen Ergebnisse der Messungen des Permafrosts in der Zugspitzbohrung werden vorgestellt, das kalibrierte Rechenmodell wird erläutert und die Veränderung des Permafrosts in der Zugspitzbohrung mit einer Berechnung auf Grundlage der vorliegenden Klimadaten für die letzten hundert Jahre gezeigt. Anhand einer Projektion der Umgebungstemperaturen an der Zugspitze bis zum Ende dieses Jahrhunderts wird die weitere Entwicklung des Permafrosts abgeschätzt. Die Berechnungen legen nahe, dass die Erhöhung der Umgebungstemperatur an der Zugspitze in den letzten hundert Jahren bereits eine deutliche Reduzierung des Umfangs des Permafrosts in der Bohrung im Zugspitzgipfel bewirkt hat. Die bis Ende des Jahrhunderts projizierte weitere Erhöhung der Umgebungstemperaturen lässt ein Verschwinden des Permafrosts an der Zugspitze in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts erwarten.

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