Biosphäre und Geosphäre

UFS Forschungsschwerpunkt

Umweltforschungsstation Schneefernerhaus

Biosphäre und Geosphäre

Die Biosphäre (Vegetation) ist eine wichtige biophysikalische und biochemische Größe im Klimasystem. Ihre Albedo, die Rauhigkeit der Oberfläche und ihr LAI (leaf area index) sind wichtige bodennahe Randbedingungen für Klimamodelle. Die Biosphäre ist weiterhin über den Austausch von Gasen und Partikeln in biogeo-chemische Kreisläufe, auch mit der Atmosphäre, eingebunden. Global kann die Lage von Vegetationszonen nahezu aus-schließlich mit meteorologischen Parametern, wie Temperatur, Niederschlag und Strahlung, erklärt werden. Ebenso lassen sich regionale und lokale Differenzierungen in der Vegetation z.T. auf kleinstandörtliche klimatische Unterschiede zurückführen (z.B. Föhntäler).

In großen Höhen wie an der Zugspitze sind Boden und Fels (Geosphäre) dauerhaft gefroren. Veränderungen im Permafrost sind nicht nur ein langfristiger Klimaindikator, sie haben auch eine grundsätzliche praktische Bedeutung für Gebäudegründungen und für Felssturzgefahren. Aufgrund von Voruntersuchungen konnte zweifelsfrei festgestellt werden, dass Permafrost im Zugspitzgipfel vorkommt. Die Klimaewärmung dürfte ein langsames Auftauen verursachen.

 

Projekte

KLIMAGRAD - Einflüsse des Klimawandels auf Gebirgsökosysteme im Werdenfelser Land (Bayern)
beteiligte Institute: Helmholtz Zentrum München, Technische Universität München, Landesamt für Umwelt, Ludwig-Maximilians Universität, Universität Augsburg, Botanischer Garten München

Immission und Deposition Persistenter organischer Schadstoffe (POPs) in den Alpen: MONARPOP (2005-2007), POPALP (2008-2010), EMPOP (2011-2014) und PureAlps (2016-2019)
beteiligte Institute: Helmholtz Zentrum München

POP Fingerprints in alpinem Quellwasser
beteiligte Institute: Helmholtz Zentrum München, Technische Universität München

Beobachtung des Permafrosts am Zugspitzgipfel stellvertretend für die Bayerischen Alpen.
beteiligte Institute: Landesamt für Umwelt, Technische Universität München, Universität Bonn