Kosmische Strahlung und Radioaktivität

Messung und Überwachung der Strahlenbelastung in der Atmosphäre

Umweltforschungsstation Schneefernerhaus

Kosmische Strahlung

Das vom Institut für Strahlenschutz betriebenen Bonner Vielkugelspektrometer
(Bonner Sphere Spectrometers - BSS) erlaubt es, die Energieverteilung der sekundären Neutronen der kosmischen Strahlung zu messen. Zusätzlich werden auf der UFS einige sogenannte REM-Counter betrieben, die die Dosisleistung durch die sekundären Neutronen der kosmischen Strahlung aufzeichnen.

Helmholtz Zentrum München

Immissionsmessnetz für Radioaktivität

Das bayerische Immissionsmessnetz für Radioaktivität (IfR) ist ein automatisches Messnetz, das in ganz Bayern kontinuierlich und flächendeckend die Radioaktivität der Umwelt überwacht.

Bayerisches Landesamt für Umwelt, Deutscher Wetterdienst

Radonmessungen

Radon (222Rn) entsteht beim radioaktiven Zerfall von Radium und zwar überall dort, wo im Erdboden Uran vorhanden ist. Als Gas kann Radon - im Gegensatz zu anderen Radionukliden - durch Spalten und Kapillaren aus dem Erdreich in die Atmosphäre übertreten. Seine Halbwertszeit beträgt 3.8 Tage. Wie hoch der Radongehalt in der bodennahen Luft ist, hängt von der geologischen Beschaffenheit und der Bodenporosität ab. Relativ hohe Konzentrationen sind in granitischen und vulkanischen Landstrichen anzutreffen, niedrigere in Schotter- oder Muschelkalkgebieten. Die Radonflüsse aus dem Erdboden sind etwa 100 mal größer als aus dem Ozean. Aus diesem Grund ist 222Rn für Küstenstationen ein nützlicher Tracer für kontinentale Luftmassen. Erhöhte Radonkonzentrationen können in Bezug auf vertikale Austauschvorgänge auch als Tracer dafür dienen, ob die Luft durch die bodennahe Grenzschicht beeinflußt wurde. Aus diesem Grund wird auch an der GAW Globalstation Zugspitze/Hohenpeißenberg Radon gemessen und als Tracer im GAW-Meßprogramm zur Interpretation luftchemischer Daten genutzt.

Deutscher Wetterdienst

Radioökologie im Schnee

Radioökologische Analysen sollen exemplarisch auf das Winterhalbjahr in der Alpenregion angewendet werden, also der Expositionspfad von der Deposition auf und mit Schnee, der Radionuklidanreicherung im Altschnee und der Eintrag in die Gebirgsbäche bei der Schneeschmelze im Gesamten betrachtet werden.

Helmholtz Zentrum München