Umweltmanagement und Nachhaltigkeit

Umweltaspekte der Forschungsstation Schneefernerhaus

Strom

Status

Die Versorgung der UFS mit elektrischem Strom geschieht über eine 20kV Mittelspannungsleitung, die im Tunnel der Bayerischen Zugspitzbahn verlegt ist. Der Strom wird im Hause auf Betriebsspannung transformiert. Der Verbrauch wird mit zwei zentralen Zählern für Lichtstrom und Heizungsstrom erfasst. Besonders stromintensive Anlagen sind zusätzlich mit dezentralen Stromzählern versehen.

 

Entwicklung des Stromverbrauchs

Die exponierte Lage des Hauses und die Anforderungen der Nutzer verursachen einen erheblichen Stromverbrauch. Da mehrere Konsortialpartner Spurengase und Feinstaub in der freien Troposphäre messen, muss die Raumwärme, die nicht über erneuerbare Energien (siehe Kap. Wärme) bereitgestellt werden kann, elektrisch erzeugt werden. Die durchschnittliche Außentemperatur liegt auf der Zugspitze nur in 5 Monaten des Jahres über dem Gefrierpunkt, so dass viele Außenanlagen wie z.B. Ansaugrohre für Luftmessungen, Dachrinnen, Messgeräte, etc. aus messtechnischen und ebenso aus sicherheitstechnischen Gründen, zeitweilig beheizt werden müssen. Andererseits verursachen viele Messgeräte erhebliche Abwärme, so dass die Laborräume teilweise gekühlt werden müssen. Die Abwärme wird dabei für die Raumheizung verwendet (siehe Kap. Wärme).

Seit Vorlage des Entwicklungsprojektplans (EPP) im Jahr 2008, der die programmatische Ausrichtung des Virtuellen Instituts Umweltforschungsstation Schneefernerhaus bis zum Jahr 2012 festgelegt hat, sind eine Vielzahl neuer Instrumente auf der UFS installiert worden. Dieser Ausbau der wissenschaftlichen Infrastruktur, mit dem auch ein Anstieg der Besucher und Übernachtungen von Wissenschaftlern in der Station einherging, zeigt sich auch in der Zunahme des Stromverbrauchs. Im Vergleich zum Jahr 2005, bevor die Projekte des EPP zum tragen kamen, mit dem Jahr 2010 stieg der Stromverbrauch um 10% an.

 

Stromintensive Anlagen

Neben den teilweise stromintensiven Messgeräten betreiben die Konsortialpartner eine große Zahl von Computern, die größtenteils im Dauerbetrieb sind. Auf diese Geräte hat die Betriebsgesellschaft keinen Einfluss, allerdings belastet ihr Verbrauch die Gesamtbilanz des Stromverbrauchs.

Seitens der Betriebsgesellschaft werden folgende stromintensive Anlagen betrieben:

  • Vier Wärmepumpen (jeweils 18,5kW).
  • Zwei elektrische Kessel (jeweils 150kW).
  • Zwei große elektrische Boiler (200l) für die Übernachtungsbereiche sowie eine Reihe von kleineren Boilern (5 - 10l) für Waschbecken.
  • IT-Serverraum mit Mailserver, Datenbankserver und Umsetzung von Kupfer- auf Glasfasernetz sowie einer USV zum kontrollierten Herunterfahren der Geräte.
  • Lasten- und Personenaufzug.
  • Dachrinnenheizung sowie Beheizung diverser Außenanlagen zur Verhütung von Frost- und Eisschäden bzw. zur Sicherstellung er Funktionalität.
  • Zentrale USV (60kVA).
  • Raum- und Fluchtwegbeleuchtung im ganzen Haus (insgesamt 27kW). Ein schrittweiser Umstieg auf Energiesparlampen sowie bewegungsabhängige bzw. zeitgesteuerte Schaltungen findet zur Zeit statt.
  • Forschungsseilbahn (Verbrauch 9700kWh, separater Zähler und Abrechnung über die BZB).

 

Umbau und Sanierung des Westflügels

Um dem steigenden Besucheraufkommen Rechnung zu tragen und die UFS auch für wissenschaftliche Konferenzen, Workshops und größere Messkampagnen attraktiv zu machen, wurde der Westflügel saniert und umgebaut. Seit der Eröffnung dieses Kasinos im April 2012 durch den bayerischen Umweltminister Dr. Huber steht nun ein moderner Aufenthaltsraum mit kleiner Küche, verschiedenen Präsentationsmöglichkeiten und einem separaten Besprechungszimmer zur Verfügung.

Beim Umbau wurde insbesondere Wert auf moderne stromsparende Technik und umfangreiche Wärmedämmung gelegt. Für die Beleuchtung wurden z.B. LED Lampen gewählt, die gegenüber herkömmlichen Glühlampen 85% und gegenüber Energiesparlampen 25% Strom einsparen.

 

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Zentrale USV

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wärmekonzept