Das Wetter im vergangenen Monat

Monatsrückblicke der Wetterwarte Zugspitze

Monatsrückblick der Wetterwarte Zugspitze für den Januar 2018

Der Januar 2018 war auf der Zugspitze im Mittel deutlich zu mild und erheblich zu schneereich. Bei der Sonnenscheindauer wurde ein kleines Plus verzeichnet.

Die gemessene Monatsmitteltemperatur war mit -8,7 Grad Celsius (°C) um 2,5 Kelvin über dem langjährigen Mittelwert von -11,2 °C. Das bisherige höchste Monatsmittel von -5,9 °C stammt aus dem Jahre 1989. Das tiefste Monatsmittel wurde mit -16,3 °C 1942 registriert. Die höchste Temperatur des Januars 2018 wurde am 29. mit -1,0 ° C gemessen. Die höchste Januartemperatur überhaupt wurde auf der Zugspitze im Jahre 1998 mit 6,1 °C gemessen. Die Tiefsttemperatur des Januars 2018 wurde am 21. mit -18,5 °C registriert. Die tiefste Januartemperatur überhaupt im Jahre 1905 mit -34,6 °C.

Die Niederschlagssumme für den Januar 2018 hat 295,6 Liter pro Quadratmeter (l/m²) betragen. Diese Menge liegt um 107,0 l/m² über dem Normalwert von 188,6 l/m², dies entspricht 157 % der normalen Niederschlagsmenge.  Die maximale Tagesmenge wurde am 22. mit 45,5 l/m² gemessen. Der Januar 1968 hält mit einer Monatssumme von 440 l/m² den Rekord. Im Januar 1997 wurden dagegen lediglich 7 l /m² gemessen. Der bisherige Tagesrekord stammt aus dem Jahre 1981 mit 88,0 l/m² .

Die Sonnenscheindauer im Januar 2018 hat 118,6 Stunden (Std.) betragen und lag damit 2,3 Std. über dem langjährigen Mittelwert von 116,3 Std. Dies entspricht 102 % des Normalwertes. Im Januar 1989 schien die Sonne stolze 222 Std., 1965 wurden dagegen nur 63 Std. registriert.

Die Schneedecke erreichte im Januar 2018 am 23. eine maximale Höhe von 475 cm. Der Januar 1943 markierte mit 680 cm das Januar-Schneehöhenmaximum auf der Zugspitze.

Sturmwindstärke 8 (>62 Km/h) wurde im Januar 2018 an 27 Tagen, Windstärke 11 mit über 103 km/h wurde an 15 Tagen erreicht und übertroffen . Mit einer Böe von 175,0 Km/h wurde am 3. die höchste Windgeschwindigkeit des Monats erreicht.

Robert Schardt, Wetterwarte Zugspitze

Jahresstatistik 2017 der Wetterwarte Zugspitze

2017 war auf der Zugspitze zu warm. Dabei war es deutlich zu nass und etwas zu sonnig.

Im Einzelnen sieht die Bilanz so aus:

Temperaturmittel: -3,9 °C – vieljähriges Mittel: -4,8°C – Abweichung: +0,9 K

Maximum: 14,9 °C am 1. August– absolutes Maximum: 17,9°C am 05. Juli 1957

Minimum: -27,2°C am 6. Janunar – absolutes Minimum: -35,6°C am 14. Februar 1940

Sonnenscheindauer: 1941,8 Std. – vieljähriges Mittel: 1846 Std.– Abweichung: +95,8 Std. = 105%.

Niederschlagsmenge: 2364,8 l/m² – vieljähriges Mittel: 2003 l/m² – Abweichung: +361,8l/m²=118%

Die vieljährigen Mittelwerte beziehen sich auf den Zeitraum 1961 bis 1990!

Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum  Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Statistiken seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1900

Der Klimawandel zeigt sich deutlich in einigen statistischen Auswertungen der Messungen auf der Zugspitze

Jeder Tag des Jahres - seit Beginn der Aufzeichnungen - hat seinen eigenen Höchsttemperaturrekord. Also beispielsweise der "wärmste 1. Januar der letzten 115 Jahre". In Summe gibt es also 366 Tageshöchsttemperaturrekorde incl. der Schalttage. Die Verteilung der Tageshöchsttemperaturrekorde zeigt, dass die Temperaturrekorde für die meisten Tage in der vergangenen Dekade liegen. Siehe dazu auch den GAW-Brief des DWD.

Die Tage mit mindestens Windstärke 6 haben deutlich zugenommen und illustrieren die Zunahme der Extremereignisse auch in den Alpen.

Ansprechpartner
Robert Schardt
DWD Garmisch-Partenkirchen
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Garmisch-Partenkirchen/ Zugspitze

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Tel: Tel. (+49 8821) 752115 o. 945568
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