Das Wetter im vergangenen Monat

Monatsrückblicke der Wetterwarte Zugspitze

Monatsrückblick der Wetterwarte Zugspitze für den Dezember 2017

Der Dezember 2017 war auf Deutschlands höchstem Berg zu kalt. Außerdem war es zu nass und die Sonne machte einige Überstunden.

Die gemessene Monatsmitteltemperatur lag mit -11,4 Grad Celsius (°C) um 1,7 Kelvin unter dem vieljährigen Mittelwert von -9,7 °C. Der bislang wärmste Dezember wies 2015 ein Temperaturmittel von -3,2 °C auf! Der kälteste Dezember wurde mit -15,1 °C 1906 registriert. Die höchste Temperatur des vergangenen Monats wurde am 25. mit 0,9 °C gemessen. Am 12. Dezember 2004 wurde mit 5,2 °C die bislang höchste Dezembertemperatur überhaupt gemessen. Die tiefste Temperatur wurde am 9. mit -21,9 °C gemessen. Das absolute Dezemberminimum wurde 1927 am 17. mit -31,1 °C registriert!

Die Niederschlagssumme für den Monat Dezember 2017 hat 215,4 Liter pro Quadratmeter (l/m²) betragen. Diese Menge liegt um 31,9 l/m² über dem vieljährigen Mittel von 183,5 l/m². Dies entspricht 117 %. Als größte Tagessumme wurden 27,3 Ltr./qm am 4. registriert. Die Niederschlags-Rekordsumme für einen Dezember stammt aus dem Jahre 1988 mit 478 l/m², dagegen wurden 1932 im Dezember nur 11 l/m² registriert. Die höchste Tagesmenge wurde im Dezember 1991 mit 82,5 l/m² gemessen.

Die maximale Schneehöhe betrug 275 cm am 19. Die bisher höchste Dezemberschneedecke wurde im Jahre 1937 mit 500 cm registriert.

Die Sonnenscheindauer lag mit 122,9 Stunden im Dezember 2017 um 6,8 Stunden über dem vieljährigen Mittel von 116,1 Std. Dies entspricht 106 %. Die maximale Sonnenscheindauer für einen Dezember wurde bisher mit 200 Std. im Jahre 1972 beobachtet, 1956 waren es dagegen lediglich 31 Std.

Sturmböen mit über 62 km/h (Bft 8) wurden an 18 Tagen erreicht, orkanartige Böen mit über 103 km/h (Bft 11) an 11 Tagen. Die höchste Windspitze betrug am 11. 180 km/h.

Robert Schardt, Wetterwarte Zugspitze

Jahresstatistik 2017 der Wetterwarte Zugspitze

2017 war auf der Zugspitze zu warm. Dabei war es deutlich zu nass und etwas zu sonnig.

Im Einzelnen sieht die Bilanz so aus:

Temperaturmittel: -3,9 °C – vieljähriges Mittel: -4,8°C – Abweichung: +0,9 K

Maximum: 14,9 °C am 1. August– absolutes Maximum: 17,9°C am 05. Juli 1957

Minimum: -27,2°C am 6. Janunar – absolutes Minimum: -35,6°C am 14. Februar 1940

Sonnenscheindauer: 1941,8 Std. – vieljähriges Mittel: 1846 Std.– Abweichung: +95,8 Std. = 105%.

Niederschlagsmenge: 2364,8 l/m² – vieljähriges Mittel: 2003 l/m² – Abweichung: +361,8l/m²=118%

Die vieljährigen Mittelwerte beziehen sich auf den Zeitraum 1961 bis 1990!

Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum  Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Statistiken seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1900

Der Klimawandel zeigt sich deutlich in einigen statistischen Auswertungen der Messungen auf der Zugspitze

Jeder Tag des Jahres - seit Beginn der Aufzeichnungen - hat seinen eigenen Höchsttemperaturrekord. Also beispielsweise der "wärmste 1. Januar der letzten 115 Jahre". In Summe gibt es also 366 Tageshöchsttemperaturrekorde incl. der Schalttage. Die Verteilung der Tageshöchsttemperaturrekorde zeigt, dass die Temperaturrekorde für die meisten Tage in der vergangenen Dekade liegen. Siehe dazu auch den GAW-Brief des DWD.

Die Tage mit mindestens Windstärke 6 haben deutlich zugenommen und illustrieren die Zunahme der Extremereignisse auch in den Alpen.

Ansprechpartner
Robert Schardt
DWD Garmisch-Partenkirchen
more...Öffnen
Wetterwarte
Garmisch-Partenkirchen/ Zugspitze

Am Herrgottschrofen 1a

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel: Tel. (+49 8821) 752115 o. 945568
Fax:
E-Mail:
WWW:DWD Garmisch-Partenkirchen
close...Schließen