Aufgrund der intensiven Verkarstung der Oberfläche können auch bei Niederschlägen nur kurze temporäre Fließgewässer beobachtet werden, die nach einer meistens unter 100 m langen Laufstrecke durch Karstschwinden oder Dolinen in den Untergrund abgeleitet werden. Der Gesteinsuntergrund ist durch die dabei ablaufenden Lösungsprozesse extrem perforiert worden, so dass selbst bei Starkregen eine effektive Abfuhr des Oberflächenwassers in den Untergrund gewährleistet ist.
Mit den im Sommer 2010 aufgenommenen Arbeiten soll eine räumliche Übersicht über die Oberflächeneinzugsgebiete auf dem Zugspitzplatt mit dem Ziel erstellt werden, die Bereiche mit der quantitativ höchsten Versinkung in den Untergrund zu identifizieren. Dazu wurden umfangreiche Kartierungen und Vermessungen der Karsterscheinungen sowie des Kluftnetzes vorgenommen.
Hydrologische Untersuchungen im Zugspitzgebiet
beteiligte Institute: Universität Augsburg, Landesamt für Umwelt