Universität Augsburg

Institut für Geographie (IGUA)

Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU)

UFS- Schneefernerhaus

Die Forschungsvorhaben der Universität Augsburg lassen sich unter dem Leitthema „Integrierte Umweltforschung im Zugspitzgebiet – Auswirkungen des globalen Wandels in einem sensitiven Hochgebirgsraum“ zusammenfassen. In diesem Rahmen werden Arbeitsfelder eingebracht, die vor allem am Institut für Geographie und am Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) etabliert sind und fortentwickelt werden: Klimaforschung und Geoökodynamik, Ressourcenstrategie und Aerosolforschung. Im Einzelnen konzentrieren sich die Vorhaben der integrierten Umweltforschung im Kontext Schneefernerhaus derzeit auf folgende Fragestellungen:

Hydrologische Untersuchungen im Zugspitzgebiet

Im Einzugsgebiet des Partnach-Ursprungs wurde bereits 2005 erfolgreich ein Grundwassermarkierungsversuch in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt vorgenommen. Ziel des Versuches war es, den Partnach-Ursprung als alleinige Entwässerung des Zugspitzplatts nachzuweisen, um so ein klar definiertes Einzugsgebiet für Untersuchungen zum Wasserhaushalt abgrenzen zu können. Für den oberen Teil des Einzugsgebietes konnte dies zweifelsfrei bestätigt werden, denn nur am Partnach-Ursprung und an der Partnach weiter flussabwärts konnten die am Nördlichen Schneeferner und unterhalb der Wetterwandspitzen eingegebenen Farbstoffe nachgewiesen werden. Gerade aber für die östliche Begrenzung des Zugspitzplatts mit einer Häufung verschiedener Verwerfungen bestehen noch gewisse Unsicherheiten bei der Ziehung der Einzugsgebietsgrenze. Genau in diesem Gebiet soll ein weiterer Markierungsversuch stattfinden, der wieder in einer Kooperation mit dem LfU durchgeführt werden soll. Als mögliche Eingabepunkte bieten sich Schlucklöcher im Bereich der Knorrhütte und unterhalb der Gatterlsköpfe an. Ein dritter Eingabepunkt sollte außerhalb der vermuteten Einzugsgebietsgrenze unterhalb des Gatterls gefunden werden. Hier behindern schwierige Geländeverhältnisse und fehlende Oberflächengewässer die Auswahl eines geeigneten Eingabepunktes, da neben einer guten Anbindung an das Karstsystem im Untergrund über ein Schluckloch oder eine Doline reichlich Wasser zum Einspülen der Markierungsmittel zur Verfügung stehen muss. Wenn sich die bisherigen Annahmen auch in dem für das Jahr 2010 geplanten Markierungsversuch bestätigen, kann das Zugspitzgebiet als ein Naturlysimeter betrachtet werden, dessen einzige Entwässerung über den Partnach-Ursprung erfolgt. Damit bestehen ideale Voraussetzungen für detaillierte Untersuchungen zum Wasserhaushalt eines hochalpinen Einzugsgebietes in einem gegenüber Klimaänderungen besonders sensitiven Raum.

Untersuchungen zur Messung von Klimaparametern im Hochgebirge

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden bei der Wetterwarte auf der Zugspitze über viele Jahre hinweg die Extremtemperaturen mit Quecksilber-/ Alkoholthermometern gemessen. Ab den 90-er Jahren wurde jedoch die Sensorik auf elektrische Messfühler umgerüstet, wobei die Flachlandstationen zum Teil erhebliche Differenzen zwischen der alten und neuen Sensorik aufwiesen. Diese Unterschiede sollen an Hand der vorhandenen bisherigen Daten untersucht und bewertet werden. Ferner sollen an der UFS Parallelmessungen mit unterschiedlichen elektrischen Sensoren durchgeführt werden, um eventuelle Differenzen, wie sie im Hochgebirge auftreten, bewerten zu können.

DZUG - Downscaling Project Zugspitze

Im Rahmen des Projektes soll die raumzeitliche Klimavariabilität im Zielgebiet Hochgebirgsregion Zugspitze langfristig mittels verschiedener Downscalingverfahren untersucht werden. Im Gegensatz zu Einzeluntersuchungen mit Fokus auf eine oder wenige klimatologische Zielgrößen und zumeist Beschränkung auf ein Downscalingverfahren sollen im Projekt verschiedene Downscalingansätze hinsichtlich ihrer Eignung für unterschiedliche Zielgrößen untersucht werden. Zum einen wird damit die Grundlage für eine langfristige operationelle Einbindung der lokalen Klimaverhältnisse im Zielgebiet in die großräumigen Rahmenbedingungen geschaffen und die Abschätzung und Bereitstellung relevanter lokaler Kenngrößen für weiterführende Ansätze der integrierten Umweltforschung im Zugspitzgebiet ermöglicht. Zum anderen ist ein Erkenntnisgewinn bezüglich der Eignung verschiedener Downscalingansätze im Rahmen hochgebirgsklimatologischer Fragestellungen zu erwarten, der für Anwendung und Weiterentwicklung entsprechender Methoden bedeutsam ist.

Höhenabhängige vegetations- und standortkundliche Untersuchungen der subalpinen bis subnivalen Stufe auf dem Zugspitzplatt

Im Rahmen des Verbundprojekts „Auswirkungen des Klimawandels in den Alpen –Erfassung mittels Höhengradienten (KLIMAGRAD)“ und in Zusammenarbeit mit der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS) befasst sich das Projekt „HöhenZug Höhenabhängige vegetationsundstandortkundliche Untersuchungen der subalpinen bis subnivalen Stufe auf dem Zugspitzplatt (Wettersteingebirge)“ mit der Frage, welche Auswirkungen klimatische Veränderungen sowie menschliche Einflussnahmen auf die Vegetation des Zuspitzplatts haben. Hierzu werden eine umfassende Kartierung sowie standortökologische Untersuchungen durchgeführt. Weiter soll ein langfristiges Monitoring der Vegetationsdynamik im Untersuchungsgebiet begonnen werden.

Ansprechpartner
Prof. Dr. Jucundus Jacobeit
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Dr. Christoph Beck
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Prof. Dr. Arne Friedmann
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Christoph Harsch
Universität Augsburg, Atmosphärenfernerkundung
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Dr. Jens Soentgen
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Prof. Dr. Karl-Friedrich Wetzel
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