Umweltmanagement und Nachhaltigkeit

Umweltaspekte der Forschungsstation Schneefernerhaus

Abfall

Abfall und Reststoffe (ohne Bauschutt)

Die Abfälle werden nach Wertstoffen und Restmüll getrennt. Die Wertstoffe Kunststoffe, Verpackungen etc. werden über das Duale System im "gelben Sack" entsorgt. Der Restmüll wird in zwei 1200l Müllcontainern gesammelt und im Wechsel ins Tal gefahren, wo sie von einer vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen beauftragten Müllentsorgungsfirma abgeholt werden. Im Jahre 2010 belief sich die Menge an Restmüll auf 1,6t. Im Jahr 2011 waren es trotz der Baustelle mit 1,7t nur unwesentlich mehr. Für das erste Halbjahr 2012 stehen 900kg Restmüll zu Buche, also wiederum in etwa die gleiche Menge aufs Jahr gesehen.

Separat gesammelt und von der Betriebsmannschaft bei einem der Garmisch-Partenkirchener Wertstoff-Unternehmen entsorgt werden außerdem: Weißglas, Buntglas, Elektroschrott, Metalle, Holz und Sperrmüll. Papier und Pappen werden zu Ballen gepresst und ebenfalls der Wiederverwertung zugeführt.

Mittelfristig ist geplant, einen Vertrag mit einem örtlichen Entsorgungsunternehmen zu verhandeln, das den anfallenden Müll, ebenso wie die Wertstoffe, im Betriebswerk der Bayerischen Zugspitzbahn in Grainau abholen soll. Auf diese Weise sollen die Abläufe optimiert und die Entsorgung insgesamt effizienter gelöst werden.

 

Bauschutt

Auf Grund der sanierungsbedingten Baumaßnahmen am Haus (z. B. Turmterrasse, Westfassade), der Errichtung des Geröll- und Lawinenschutzsystems, dem Neubau der Forschungsseilbahn sowie durch die Umbauten im Rahmen des Entwicklungsprojektplans (EPP) und der Sanierung des Westflügels fielen in den Jahren 2009 bis 2012 überdurchschnittlich große Mengen Baustellenabfälle an. Diese wurden jeweils getrennt gesammelt (Bauschutt, Trockenbaureste, Eisen, Verpackungen, Holz) und in 3 m3 fassenden Containern über die Zahnradbahn zu Tal gebracht und dort durch einen Entsorgungsbetrieb abgeholt. Teilweise wurden Verpackungsreste und Paletten auch von ausführenden Firmen entsorgt.

Mit dem Abschluss der Arbeiten am Westflügel sind vorläufig keine größeren Baumaßnahmen geplant, so dass in absehbarer Zeit nicht mehr mit großen Mengen an Baustellenabfällen gerechnet werden muss.

 

Sanitärhandtücher

Die UFS hat im Jahr 2011 in allen 13 Etagentoiletten die Spender für Papierhandtücher durch Handtuchrollen ersetzt. Die verwendeten Baumwollhandtuchrollen werden von der gleichen Firma gewaschen, die auch die Bettwäsche und Handtücher des Übernachtungsbereichs wäscht. Ein ökologischer Vorteil der textilen Handtücher gegenüber den Papierhandtüchern ist zwar umstritten, unter den Besonderheiten einer Höhenforschungsstation ergeben sich aber Vorteile durch die einfachere Handhabung, die kleinere benötigte Lagerfläche und den problemloseren Transport zusammen mit der Wäsche. Bei den Papierhandtüchern war insbesondere die Feuchtigkeit auf den Güterzügen ein Problem. Ein weiterer Vorteil ist die Vermeidung von Verstopfungen der Hebeanlage durch (unzulässig) in die Toiletten entsorgte Papierhandtücher. Dies war vor allem in den WC-Anlagen der Untergeschosse immer wieder aufgetreten.

 

                                                                           weiter zu "Kältemittel"

Abtransport von Abfall, Leergut, Schmutzwäsche