Das Wetter im vergangenen Monat

Monatsrückblicke der Wetterwarte Zugspitze

Panorama
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Monatsrückblick der Wetterwarte Zugspitze für April 2012

Im Monat April 2012 lag die Mitteltemperatur auf der Zugspitze deutlich über dem Normalwert für diesen Monat, die Niederschlagsmenge wies ein Defizit von 20 Ltr./qm auf und die Sonne machte immerhin 32 Überstunden.

Die gemessene Monatsmitteltemperatur lag mit -6,5°C, 1,0 Kelvin über dem Mittelwert für diesen Monat. Die tiefste Temperatur des Monats brachte der 08. mit –18,9 Grad, die Höchsttemperatur wurde am föhnigen 27. mit 6,6 Grad erreicht. Den Wärmerekord hält der 04. April 1985 mit 9,3 Grad, die tiefste Apriltemperatur der vergangenen 111 Jahre wurde am 07. April 2003 (vor dem Jahrhundertsommer) mit – 24,2 Grad gemessen.

Die Niederschlagssumme für den Monat April 2012 hat 179 Liter pro Quadratmeter betragen. Diese Menge liegt 20 Ltr./qm unter dem Normalwert des Monats von 199 Ltr./qm. Am 08. wurde die maximale Niederschlagshöhe von 29 mm und 50 cm Neuschnee registriert. Zum Vergleich; der April 1980 brachte es bei der Monatsmenge zum langjährigen Monatsrekordwert von 554 Ltr./qm auf der Zugspitze.

Die Schneedecke von 420 cm am Monatanfang erreichte mit den Schneefällen nach Monatsmitte den Höchstwert von 500 cm am 25. und schmolz an den milden letzten Monatstagen auf 470 cm ab. Der Maximalwert für den Monat April liegt bei 830 cm und stammt aus dem Jahre 1944.

Die Sonnenscheindauer erreichte im April 2012 auf der Zugspitze mit 186 Stunden ein Plus von 33 Stunden gegenüber dem Normalwert.

Sturmböen mit über 63 km/h (Bft 8) wurden an 21 Tagen, Orkanböen mit über 104 km/h an 4 Tagen im April 2012 erreicht, der Rekordhalter ist der April 1903 mit 20 Sturmtagen. Die höchste Windspitze im April 2012 wurde mit Südwind am 29. mit 175 km/h erreicht.

Manfred Kristen, Wetterwarte Zugspitze

Jahresrückblick 2011 der Wetterwarte Zugspitze

Jahresrückblick 2011 der Wetterwarte Zugspitze

Das Jahr 2011 war auf der Zugspitze bemerkenswerte 2,1 Kelvin zu warm, und stellte mit – 2,7 Grad einen spektakulären Temperaturrekord auf. Seit 110 Jahren ist dies die höchste Jahresmitteltemperatur auf Deutschlands höchstem Berg. Lediglich die Mitteltemperatur des Monats Juli 2011 lag unter dem langjährigen Mittelwert. Der bisherige Maximalwert der Jahresmitteltemperatur stammt aus dem Jahre 1920 mit – 3,3 Grad.

Mit 1795 Ltr./qm und 90% des langjährigen Niederschlagsdurchschnitts war das Jahr zu trocken und lag bei der Sonnenscheindauer von 2243 Stunden und 122% deutlich über dem Durchschnittswert.

Die einzelnen Monate des Jahres 2011 können wie folgt charakterisiert werden:

Januar: 0,7 Kelvin zu warm, 77 % des langjährigen Niederschlagsdurchschnitts, 131% der langjährigen Sonnenscheindauer

Februar: 1,9 Kelvin zu warm, 41% Niederschlagsmenge, 120% Sonnenscheindauer

März: 2,7 Kelvin zu warm, 64% Niederschlagsmenge 150% Sonnenscheindauer

April: 3,4 Kelvin zu warm, 41% Niederschlagsmenge, 144% Sonnenscheindauer

Mai: 2,3 Kelvin zu warm, 126% Niederschlagsmenge, 138% Sonnenscheindauer

Juni: 1,7 Kelvin zu warm, 95% Niederschlagsmenge, 81% Sonnenscheindauer

Juli: 1,1 Kelvin zu kalt, 100% Niederschlagsmenge, 74% Sonnenscheindauer

August: 2,7 Kelvin zu warm, 95% Niederschlagsmenge, 134% Sonnenscheindauer

September: 3,1Kelvin zu warm,113% Niederschlagsmenge,119% Sonnenscheindauer

Oktober: 1,1 Kelvin zu warm, 143% Niederschlagsmenge, 126% Sonnenscheindauer

November: 5,9 Kelvin zu warm, 0% Niederschlagsmenge, 175 %Sonnenscheindauer

Dezember: 0,2 Kelvin zu warm, 198% Niederschlagsmenge 64% Sonnenscheindauer

 

Manfred Kristen, Wetterwarte Zugspitze

 

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