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Umweltforschungsstation Schneefernerhaus
Mikroplastik in Staub, Regen und Schnee?
LfU-Mitarbeiter Christoph Naab bestückt einen Depositionssammler an der UFS für die Untersuchung auf Mikroplastik. Foto: LfU
Montag, 4. November 2019

Neues Projekt des Bayerischen Landesamts für Umwelt

Wie viel Mikroplastik wird über die Luft in Ökosysteme eingetragen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) jetzt an der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS) an der Zugspitze.

Wissenschaftliche Untersuchungen betrachten bisher nur stichprobenartig die Deposition von Kunststoffpartikeln in Schnee und Eis. Wieviel Mikroplastik über die Luft transportiert wird, lässt sich daraus nicht ableiten. Um belastbare Aussagen hierzu zu erhalten, nimmt das LfU aktuell an vier Standorten von der Zugspitze bis Kulmbach über mehrere Monate kontinuierlich Proben, die den Eintrag von Mikroplastik erfassen. Dies geschieht mit Depositionssammlern, die standardmäßig zur Überwachung des Eintrages von Schadstoffen in die Umwelt verwendet werden.

Die Depositionsmessungen erfolgen im Zusammenhang mit dem Projekt „Mikroplastik in Binnengewässern – MicBin“ aus der Initiative „Plastik in der Umwelt“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird.