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Umweltforschungsstation Schneefernerhaus
UFS bezieht Strom zu 100 % aus regenerativen Quellen
Dienstag, 22. Januar 2019

Vorbildlich: Seit Januar 2019 erfolgt die Energieversorgung der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS) ausschließlich aus regenerativen Quellen.

Die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS) – Deutschlands höchstgelegene Forschungsstation, auf 2650 m Höhe unterhalb des Zugspitzgipfels – versorgt sich seit dem 01.01.2019 komplett mit regenerativer Energie. Aufgrund der hier zu Forschungszwecken betriebenen, energiehungrigen Geräte, ist der Energiebedarf vergleichsweise sehr hoch. Dennoch war es seit langem das Ziel der UFS mit gutem Beispiel voran zu gehen, und als Umweltforschungsstation diesen Bedarf so nachhaltig wie möglich zu decken.

Der Umstellung ging eine intensive Recherche voraus, bei der die verschiedenen Möglichkeiten der Energieversorgung analysiert und verglichen wurden. Unter anderem wurde in einer Studie der TU München untersucht, in wieweit sich die UFS sogar autark mit Energie versorgen kann. Das Ergebnis war, dass die ökologischste und ökonomischste Variante ein Mix aus lokal erzeugter und zugekaufter Energie ist. Eine komplett autarke Versorgung ist auf Grund des hohen Energiebedarfes nicht umsetzbar. Auch die exponierte und hochalpine Lage der UFS macht es unmöglich, den Energiebedarf mit selbsterzeugter Energie zu decken, da zum Beispiel Flächen für große Photovoltaikfelder oder Windkrafträder fehlen.

Die Beheizung des 11-stöckigen Gebäudes erfolgt über vier Wärmepumpen. Zur regenerativen Energiegewinnung kommen auf der UFS zwei Systeme zum Einsatz: Zum einen Solarthermie, um den Primärkreislauf der Wärmepumpen mit Energie zu versorgen. Zum anderen Photovoltaik, zur direkten Einspeisung in das Stromnetz der UFS. Dieser lokal erzeugte PV-Strom wird zu 100 % auf der UFS verbraucht. Der restliche Bedarf an elektrischer Energie wird von einem externen Energieversorger als Ökostrom bzw. zu 100 % aus regenerativen Quellen erzeugter Strom bezogen.