Das Wetter im vergangenen Monat

Monatsrückblicke der Wetterwarte Zugspitze

Monatsrückblick der Wetterwarte Zugspitze für den Juli 2018

Der Juli 2018 war auf der Zugspitze, gemessen an den vieljährigen Mittelwerten, zu warm und zu trocken. Aufgrund oft starker Quellwolkenentwicklung blieb die Sonnenscheindauer unterdurchschnittlich.

Die gemessene Monatsmitteltemperatur war mit 3,9 Grad (°C) um 1,7 Kelvin über dem Normalwert von 2,2 °C. Der bislang wärmste Juli wurde mit jeweils 6,5 °C 2006 und 2015 registriert. Der bislang kühlste Juli wurde 1913 mit einem Mittel von -1,5 °C registriert. Die höchste Temperatur 2018 wurde am 31. mit 12,4 °C gemessen. Das Julimaximum – und damit das absolute Temperaturmaximum auf der Zugspitze wurde 1957 mit 17,9 °C registriert. Die Tiefsttemperatur des vergangenen Monats wurde am 11. mit -2,8 °C gemessen. Das absolute Temperaturminimum für einen Juli wurde 1903 am 9. mit -8,7 °C gemessen.

Die Niederschlagssumme für den Monat Juli 2018 hat 128,1 Liter pro Quadratmeter (l/m²) betragen. Diese Menge liegt um 55,2 l/m² unter dem Normalwert von 183,3 l/m², das entspricht 70 %. Am 22. wurde die höchste Tagesniederschlagsmenge mit 26,5 l/m² gemessen. Die maximale Monatssumme für den Monat Juli wurde im Jahre 1954 mit 384 l/m² gemessen. Das bislang höchste Tagesmaximum wurde 1981 mit 124,6 l/m² registriert. Der niederschlagsärmste Juli wurde 1911 mit 71 l/m² registriert.

Die Schneedecke wies im Juli 2018 ihr Maximum am 1. mit 130 cm auf. Ab dem 19. gab es dann nur noch Schneeflecken. Die höchste Schneedecke in einem Juli wurde 1974 mit 480 cm gemessen.

Die Sonnenscheindauer von 158,2 Stunden liegt um 16,4 Std. unter dem Normalwert von 174,6 Std., das entspricht 91 %. Hier war der Juli 1994 mit 297 Stunden der bislang sonnigste. Der sonnenscheinärmste Juli wurde 1913 mit 75 Std. registriert.

Sturmböen der Stärke 8 (>62 km/h) wurden an 4 Tagen, orkanartige Böen (>103 km/h) gab es keine. Am 2. wurde mit 69,1 km/h die höchste Windgeschwindigkeit des Monats erreicht.

Robert Schardt, Wetterwarte Zugspitze

Bilanz des Frühlings 2018

Es war erheblich zu mild, die Sonne schien deutlich zu häufig und es war außergewöhnlich trocken.

Temperaturmittel: -3,8 °C
vieljähriges Mittel (1961-1990): -6,9 °C; Abweichung: Plus 3,1 K
Sonnenscheindauer: 581,4 Std.
vieljähriges Mittel: 472,0 Std., Abweichung: Plus 109,4 Std. = 123 %
Niederschlagsmenge: 332,3 l/m²
vieljähriges Mittel: 556,6 l/m², Abweichung: Minus 224,3 l/m² = 60 %

 

 

Frühjahrstemperaturen auf der Wetterwarte Zugspitze in Abweichung vom langjährigen Mittelwert.
Jahresstatistik 2017 der Wetterwarte Zugspitze

2017 war auf der Zugspitze zu warm. Dabei war es deutlich zu nass und etwas zu sonnig.

Im Einzelnen sieht die Bilanz so aus:

Temperaturmittel: -3,9 °C – vieljähriges Mittel: -4,8°C – Abweichung: +0,9 K

Maximum: 14,9 °C am 1. August– absolutes Maximum: 17,9°C am 05. Juli 1957

Minimum: -27,2°C am 6. Janunar – absolutes Minimum: -35,6°C am 14. Februar 1940

Sonnenscheindauer: 1941,8 Std. – vieljähriges Mittel: 1846 Std.– Abweichung: +95,8 Std. = 105%.

Niederschlagsmenge: 2364,8 l/m² – vieljähriges Mittel: 2003 l/m² – Abweichung: +361,8l/m²=118%

Die vieljährigen Mittelwerte beziehen sich auf den Zeitraum 1961 bis 1990!

Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum  Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Statistiken seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1900

Der Klimawandel zeigt sich deutlich in einigen statistischen Auswertungen der Messungen auf der Zugspitze

Jeder Tag des Jahres - seit Beginn der Aufzeichnungen - hat seinen eigenen Höchsttemperaturrekord. Also beispielsweise der "wärmste 1. Januar der letzten 115 Jahre". In Summe gibt es also 366 Tageshöchsttemperaturrekorde incl. der Schalttage. Die Verteilung der Tageshöchsttemperaturrekorde zeigt, dass die Temperaturrekorde für die meisten Tage in der vergangenen Dekade liegen. Siehe dazu auch den GAW-Brief des DWD.

Die Tage mit mindestens Windstärke 6 haben deutlich zugenommen und illustrieren die Zunahme der Extremereignisse auch in den Alpen.

Ansprechpartner
Robert Schardt
DWD Garmisch-Partenkirchen
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Garmisch-Partenkirchen/ Zugspitze

Am Herrgottschrofen 1a

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel: Tel. (+49 8821) 752115 o. 945568
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