Das Wetter im vergangenen Monat

Monatsrückblicke der Wetterwarte Zugspitze

Monatsrückblick der Wetterwarte Zugspitze für den Juli 2019

Der Juli 2019 war auf der Zugspitze, gemessen an den vieljährigen Mittelwerten, deutlich zu warm und zu trocken. Die Sonnenscheindauer war leicht unterdurchschnittlich.

Die gemessene Monatsmitteltemperatur war mit 4,3 Grad °C um 2,1 Kelvin über dem Normalwert von 2,2 °C. Der bislang wärmste Juli wurde mit jeweils 6,5 °C 2006 und 2015 registriert. Der bislang kühlste Juli wurde 1913 mit einem Mittel von -1,5 °C registriert. Die höchste Temperatur 2019 wurde am 25. mit 15,1 °C gemessen. Das Julimaximum – und damit das absolute Temperaturmaximum auf der Zugspitze wurde 1957 mit 17,9 °C registriert. Die Tiefsttemperatur des vergangenen Monats wurde am 10. mit -6,6 °C gemessen. Das absolute Temperaturminimum für einen Juli wurde 1903 am 9. mit -8,7 °C gemessen.

Die Niederschlagssumme für den Monat Juli 2019 hat 146,8 Liter pro Quadratmeter (l/m²) betragen. Diese Menge liegt um 36,5 l/m² unter dem Normalwert von 183,3 l/m², das entspricht 80 %. Am 28. wurde die höchste Tagesniederschlagsmenge mit 42,5 l/m² gemessen. Die maximale Monatssumme für den Monat Juli wurde im Jahre 1954 mit 384 l/m² gemessen. Das bislang höchste Tagesmaximum wurde 1981 mit 124,6 l/m² registriert. Der niederschlagsärmste Juli wurde 1911 mit 71 l/m² registriert.

Die Schneedecke wies im Juli 2019 ihr Maximum am 1. mit 285 cm auf. Am 31. wurde dann nur noch eine durchbrochene Schneedecke mit einer Höhe von 90 cm gemessen. Die höchste Schneedecke in einem Juli wurde 1974 mit 480 cm gemessen.

Die Sonnenscheindauer im Juli 2019 von 165,4 Stunden (Std.) liegt um 9,2 Std. unter dem Normalwert von 174,6 Std., das entspricht 95 %. Hier war der Juli 1994 mit 297 Stunden der bislang sonnigste. Der sonnenscheinärmste Juli wurde 1913 mit 75 Std. registriert.

Sturmböen der Stärke 8 (>62 km/h) wurden an 8 Tagen, orkanartige Böen (>103 km/h) gab es keine. Am 7. wurde mit 99,0 km/h die höchste Windgeschwindigkeit des Monats erreicht.

Robert Schardt, Wetterwarte Zugspitze

Bilanz des Frühlings 2019

Es war etwas zu mild, erheblich zu nass und damit sehr schneereich, die Sonne machte trotz allem noch einige Überstunden.

Temperaturmittel: -6,4 °C
vieljähriges Mittel (1961-1990): -6,9 °C; Abweichung: Plus 0,5 K
Sonnenscheindauer: 523,3 Std.
vieljähriges Mittel: 472,0 Std., Abweichung: Plus 51,3 Std. = 111 %
Niederschlagsmenge: 817,1 l/m²
vieljähriges Mittel: 556,6 l/m², Abweichung: Plus 260,5 l/m² = 147 %

 

 

Frühjahrstemperaturen auf der Wetterwarte Zugspitze in Abweichung vom Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen 1901 (-6,4 °C).
Jahresstatistik 2018 der Wetterwarte Zugspitze

2018 war auf der Zugspitze nach 2011 und 2015 das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1900. Dabei war es zu trocken und die Sonne machte Überstunden.

Im Einzelnen sieht die Bilanz so aus:

Temperaturmittel: -3,0 °C – vieljähriges Mittel: -4,8°C – Abweichung: +1,8 K

Maximum: 13,0 °C am 6. August– absolutes Maximum: 17,9°C am 05. Juli 1957

Minimum: -30,5°C am 26. Februar – absolutes Minimum: -35,6°C am 14. Februar 1940

Sonnenscheindauer: 2042,3 Std. – vieljähriges Mittel: 1846 Std.– Abweichung: +196,3 Std. = 111%.

Niederschlagsmenge: 1744,3 l/m² – vieljähriges Mittel: 2003 l/m² – Abweichung: -258,7 l/m² = 87%

Die vieljährigen Mittelwerte beziehen sich auf den Zeitraum 1961 bis 1990!

Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum  Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Ansprechpartner
Robert Schardt
DWD Garmisch-Partenkirchen
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Garmisch-Partenkirchen/ Zugspitze

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