Das Wetter im vergangenen Monat

Monatsrückblicke der Wetterwarte Zugspitze

Monatsrückblick der Wetterwarte Zugspitze für den Juni 2018

Der Juni 2018 war auf der Zugspitze gemessen an den langjährigen Mittelwerten zu warm und die Sonne machte wenige Überstunden. Die Niederschlagsmenge war deutlich unternormal.

Die gemessene Monatsmitteltemperatur war mit 2,1 Grad Celsius (°C) um 2,2 Kelvin über dem Normalwert von -0,1 °C. Der bislang wärmste Juni wurde auf der Zugspitze 2003 mit einem Mittel von 5,5 °C registriert, der bislang kälteste 1923 mit -3,5 °C. Die höchste Temperatur des vergangenen Monats wurde am 20. mit 10,9 °C gemessen, die höchste Junitemperatur überhaupt wurde 2016 am 23. mit 16,8 °C registriert. Die tiefste Temperatur wurde am 23. mit -6,9 °C, der bisherige Tiefstwert für einen Juni wurde 1962 am 5. mit -12,5 °C gemessen.

Die Niederschlagssumme für den Monat Juni 2018 hat 138,2 Liter pro Quadratmeter (l/m²) betragen. Diese Menge liegt um 47,0 l/m² unter dem Normalwert von 185,2 l/m², das entspricht 75 %. Am 28. wurde die höchste Tagesniederschlagsmenge mit 22,8 l/m² gemessen. Die maximale Monatssumme für den Monat Juni wurde im Jahre 1936 mit 376 l/m² gemessen. Das bislang höchste Tagesmaximum in einem Juni wurde mit 97,0 l/m² 1965 registriert. Der niederschlagsärmste Juni wurde 1950 mit 66 l/m² registriert.

Die Schneedecke erfuhr im Laufe des Monats einen Schrumpfungsprozess von 275 cm am 1. bis 135 cm am 30. Im Juni 1965 wurden aber schon einmal enorme 670 cm gemessen.

Die Sonnenscheindauer im Juni 2018 lag mit 162,4 Stunden (Std.) um 9,4 Std. über dem Normalwert von 153,0 Std., das entspricht 106 %. Hier war der Juni 1935 mit 276 Std. der bislang sonnigste. Der sonnenscheinärmste Juni wurde 1926 mit 83 Std. registriert.

Sturmböen der Stärke 8 (>62 Km/h) wurden an 2 Tagen, orkanartige Böen der Stärke 11 (>103 Km/h) wurden nicht registriert. Am 11. wurde mit 80 Km/h die höchste Windgeschwindigkeit des Monats erreicht.

Robert Schardt, Wetterwarte Zugspitze

Bilanz des Frühlings 2018

Es war erheblich zu mild, die Sonne schien deutlich zu häufig und es war außergewöhnlich trocken.

Temperaturmittel: -3,8 °C
vieljähriges Mittel (1961-1990): -6,9 °C; Abweichung: Plus 3,1 K
Sonnenscheindauer: 581,4 Std.
vieljähriges Mittel: 472,0 Std., Abweichung: Plus 109,4 Std. = 123 %
Niederschlagsmenge: 332,3 l/m²
vieljähriges Mittel: 556,6 l/m², Abweichung: Minus 224,3 l/m² = 60 %

 

 

Frühjahrstemperaturen auf der Wetterwarte Zugspitze in Abweichung vom langjährigen Mittelwert.
Jahresstatistik 2017 der Wetterwarte Zugspitze

2017 war auf der Zugspitze zu warm. Dabei war es deutlich zu nass und etwas zu sonnig.

Im Einzelnen sieht die Bilanz so aus:

Temperaturmittel: -3,9 °C – vieljähriges Mittel: -4,8°C – Abweichung: +0,9 K

Maximum: 14,9 °C am 1. August– absolutes Maximum: 17,9°C am 05. Juli 1957

Minimum: -27,2°C am 6. Janunar – absolutes Minimum: -35,6°C am 14. Februar 1940

Sonnenscheindauer: 1941,8 Std. – vieljähriges Mittel: 1846 Std.– Abweichung: +95,8 Std. = 105%.

Niederschlagsmenge: 2364,8 l/m² – vieljähriges Mittel: 2003 l/m² – Abweichung: +361,8l/m²=118%

Die vieljährigen Mittelwerte beziehen sich auf den Zeitraum 1961 bis 1990!

Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum  Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Statistiken seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1900

Der Klimawandel zeigt sich deutlich in einigen statistischen Auswertungen der Messungen auf der Zugspitze

Jeder Tag des Jahres - seit Beginn der Aufzeichnungen - hat seinen eigenen Höchsttemperaturrekord. Also beispielsweise der "wärmste 1. Januar der letzten 115 Jahre". In Summe gibt es also 366 Tageshöchsttemperaturrekorde incl. der Schalttage. Die Verteilung der Tageshöchsttemperaturrekorde zeigt, dass die Temperaturrekorde für die meisten Tage in der vergangenen Dekade liegen. Siehe dazu auch den GAW-Brief des DWD.

Die Tage mit mindestens Windstärke 6 haben deutlich zugenommen und illustrieren die Zunahme der Extremereignisse auch in den Alpen.

Ansprechpartner
Robert Schardt
DWD Garmisch-Partenkirchen
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Garmisch-Partenkirchen/ Zugspitze

Am Herrgottschrofen 1a

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel: Tel. (+49 8821) 752115 o. 945568
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