Das Wetter im vergangenen Monat

Monatsrückblicke der Wetterwarte Zugspitze

Monatsrückblick der Wetterwarte Zugspitze für den Juni 2020

Der Juni 2020 war auf der Zugspitze im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert zu warm. Die Sonnenscheindauer hat diesen Mittelwert exakt erreicht. Darüber hinaus war es viel zu nass.

Die gemessene Monatsmitteltemperatur war im Juni 2020 mit 1,0 Grad Celsius (°C) um 1,1 Kelvin über dem Normalwert von -0,1 °C. Am wärmsten war der Juni auf der Zugspitze in den Jahren 2003 und 2019 mit jeweils 5,5 °C. Der bislang kälteste Juni wurde 1923 mit einem Mittel von -3,5 °C registriert. Die höchste Temperatur des vergangenen Monats wurde am 27. mit 9,9  °C gemessen, die höchste Junitemperatur überhaupt wurde 2016 am 23. mit 16,8 °C registriert. Die tiefste Temperatur wurde am 8. mit -5,9 °C gemessen, der bisherige Tiefstwert für einen Juni wurde 1962 am 5. mit -12,5 °C gemessen.

Die Niederschlagssumme für den Monat Juni 2020 hat 291,8 Liter pro Quadratmeter (l/m²) betragen. Diese Menge liegt um 106,6 l/m² über dem Normalwert von 185,2 l/m², das entspricht 158 %. Die maximale Monatssumme für den Monat Juni wurde im Jahre 1936 mit 376 l/m² gemessen. Der niederschlagsärmste Juni wurde 1950 mit 66 l/m² registriert. Am 10. wurde die höchste Tagesniederschlagsmenge mit 61,4 l/m² gemessen. Das bislang höchste Tagesmaximum in einem Juni wurde mit 97,0 l/m² 1965 registriert.

Die maximale Schneehöhe wurde am 11. mit 230 cm gemessen. 1965 wurde die bislang höchste Junischneedecke mit 670 cm gemessen.

Die Sonnenscheindauer im Juni 2020 lag mit 153,0 Stunden (Std.) exakt auf dem vieljährigen Mittelwert von 153,0 Std., das entspricht 100 %. Der sonnenscheinreichste Juni war im Vorjahr mit 311,6 Std. Der sonnenscheinärmste Juni wurde 1926 mit 83 Std. registriert.

Sturmböen der Stärke 8 (>62 Km/h) wurden an 5 Tagen, orkanartige Böen der Stärke 11 (>103 Km/h) wurden dagegen nicht registriert. Am 6. wurde mit 84 Km/h die höchste Windgeschwindigkeit des Monats erreicht.<

Robert Schardt, Wetterwarte Zugspitze


Anmerkung: Die vieljährigen Mittelwerte beziehen sich auf den Zeitraum 1961 bis 1990!

Bilanz des Frühlings 2020

Auf der Zugspitze war das Frühjahr 2020 im Vergleich zu den vieljährigen Mittelwerten erheblich zu warm, zu trocken und zu sonnenscheinreich.

Temperaturmittel: -4,8 °C
vieljähriges Mittel (1961-1990): -6,9 °C; Abweichung: Plus 2,1 K
Sonnenscheindauer:597,0 Std.
vieljähriges Mittel: 472,0 Std., Abweichung: Plus 125,0 Std. = 126 %
Niederschlagsmenge: 321,0 l/m²
vieljähriges Mittel: 556,6 l/m², Abweichung: Minus 235,6 l/m² = 58 %

 

 

Frühjahrstemperaturen auf der Wetterwarte Zugspitze in Abweichung vom Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen 1901 (-6,4 °C).
Jahresstatistik 2019 der Wetterwarte Zugspitze

2019 war auf der Zugspitze das 5.-wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1900. Dabei war es viel zu nass und die Sonne machte Überstunden. Im Einzelnen sieht die Bilanz so aus:

Temperaturmittel: -3,2 °C – vieljähriges Mittel: -4,8 °C – Abweichung: +1,6 K

Maximum: 16,2 °C am 26. Juni – absolutes Maximum: 17,9 °C am 05.07.1957

Minimum: -22,4 °C am 3. Januar – absolutes Minimum: -35,6 °C am 14.02.1940

Sonnenscheindauer: 2052,7 Std. – vieljähriges Mittel: 1846 Std.–Abweichung: +206,7 Std.=111 %

Niederschlagsmenge: 2559,2 l/m² - vieljähriges Mittel: 2003 l/m² - Abweichung: +556,2 l/m²=128 %

Die vieljährigen Mittelwerte beziehen sich auf den Zeitraum 1961 bis 1990!

Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum  Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Ansprechpartner
Robert Schardt
DWD Garmisch-Partenkirchen
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