Das Wetter im vergangenen Monat

Monatsrückblicke der Wetterwarte Zugspitze

Monatsrückblick der Wetterwarte Zugspitze für den Juni 2019

Der Juni 2019 war auf der Zugspitze – zusammen mit dem Juni 2003 – der bislang wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Außerdem war bislang noch kein Monat so sonnig wie der vergangene. Bei der Niederschlagsmenge wurde dagegen ein großes Defizit verzeichnet.

Die gemessene Monatsmitteltemperatur war mit 5,5 Grad Celsius (°C) um 5,6 Kelvin über dem Normalwert von -0,1 °C. Somit wurde die bisherige Höchstmarke vom Juni 2003 eingestellt. Der bislang kälteste Juni wurde 1923 mit einem Mittel von -3,5 °C registriert. Die höchste Temperatur des vergangenen Monats wurde am 26. mit 16,2 °C gemessen, die höchste Junitemperatur überhaupt wurde 2016 am 23. mit 16,8 °C registriert. Die tiefste Temperatur wurde am 1. mit -1,7 °C gemessen, der bisherige Tiefstwert für einen Juni wurde 1962 am 5. mit -12,5 °C gemessen.

Die Niederschlagssumme für den Monat Juni 2019 hat 84,6 Liter pro Quadratmeter (l/m²) betragen. Diese Menge liegt um 100,6 l/m² unter dem Normalwert von 185,2 l/m², das entspricht 46 %. Am 20. wurde die höchste Tagesniederschlagsmenge mit 21,3 l/m² gemessen. Die maximale Monatssumme für den Monat Juni wurde im Jahre 1936 mit 376 l/m² gemessen. Das bislang höchste Tagesmaximum in einem Juni wurde mit 97,0 l/m² 1965 registriert. Der niederschlagsärmste Juni wurde 1950 mit 66 l/m² registriert.

Die Schneedecke erfuhr im Laufe des Monats einen gewaltigen Schrumpfungsprozess von 635 cm am 1. bis 300 cm am 30. 1965 wurde die bislang höchste Junischneedecke mit 670 cm gemessen.

Die Sonnenscheindauer im Juni 2019 lag mit 311,6 Stunden (Std.) um 158,6 Std. über dem Normalwert von 153,0 Std., das entspricht 204 %. Somit war der vergangene Juni der sonnenscheinreichste Monat überhaupt seit Beginn der Aufzeichnungen. Der alte Junirekord datiert aus dem Jahre 1935 mit 276 Std. Der sonnenscheinärmste Juni wurde 1926 mit 83 Std. registriert.

Sturmböen der Stärke 8 (>62 Km/h) wurden an 9 Tagen, orkanartige Böen der Stärke 11 (>103 Km/h) wurden an 2 Tagen registriert. Am 12. wurde mit 107 Km/h die höchste Windgeschwindigkeit des Monats erreicht.

Robert Schardt, Wetterwarte Zugspitze

Bilanz des Frühlings 2019

Es war etwas zu mild, erheblich zu nass und damit sehr schneereich, die Sonne machte trotz allem noch einige Überstunden.

Temperaturmittel: -6,4 °C
vieljähriges Mittel (1961-1990): -6,9 °C; Abweichung: Plus 0,5 K
Sonnenscheindauer: 523,3 Std.
vieljähriges Mittel: 472,0 Std., Abweichung: Plus 51,3 Std. = 111 %
Niederschlagsmenge: 817,1 l/m²
vieljähriges Mittel: 556,6 l/m², Abweichung: Plus 260,5 l/m² = 147 %

 

 

Frühjahrstemperaturen auf der Wetterwarte Zugspitze in Abweichung vom Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen 1901 (-6,4 °C).
Jahresstatistik 2018 der Wetterwarte Zugspitze

2018 war auf der Zugspitze nach 2011 und 2015 das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1900. Dabei war es zu trocken und die Sonne machte Überstunden.

Im Einzelnen sieht die Bilanz so aus:

Temperaturmittel: -3,0 °C – vieljähriges Mittel: -4,8°C – Abweichung: +1,8 K

Maximum: 13,0 °C am 6. August– absolutes Maximum: 17,9°C am 05. Juli 1957

Minimum: -30,5°C am 26. Februar – absolutes Minimum: -35,6°C am 14. Februar 1940

Sonnenscheindauer: 2042,3 Std. – vieljähriges Mittel: 1846 Std.– Abweichung: +196,3 Std. = 111%.

Niederschlagsmenge: 1744,3 l/m² – vieljähriges Mittel: 2003 l/m² – Abweichung: -258,7 l/m² = 87%

Die vieljährigen Mittelwerte beziehen sich auf den Zeitraum 1961 bis 1990!

Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum  Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Ansprechpartner
Robert Schardt
DWD Garmisch-Partenkirchen
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