Das Wetter im vergangenen Monat

Monatsrückblicke der Wetterwarte Zugspitze

Monatsrückblick der Wetterwarte Zugspitze für den Februar 2019

Der Monat Februar 2019 war auf der Zugspitze viel zu mild. Außerdem zu trocken und die Sonne machte reichlich Überstunden.

Die gemessene Monatsmitteltemperatur lag mit -7,0 Grad Celsius (°C) um 4,4 Kelvin über dem vieljährigen Mittelwert von -11,4 °C. Das bislang höchste Februarmittel datiert aus dem Jahre 1998 mit -6,0 °C. Das tiefste Februarmittel mit -19,1 °C aus dem Jahre 1956. Die höchste Temperatur des Februars 2019 wurde am 16. mit 4,9 °C gemessen. Die höchste Februartemperatur überhaupt wurde 1960 mit 5,8 °C gemessen. Die tiefste Temperatur des Februars 2019 wurde am 3. mit -18,6 °C gemessen. Die tiefste Februartemperatur überhaupt wurde 1940 mit -35,6 °C gemessen, das ist zugleich die absolute Tiefsttemperatur, die seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1900 auf der Zugspitze registriert wurde.

Die Niederschlagssumme für den Februar 2019 hat 128,3 Liter pro Quadratmeter (l/m²) betragen. Diese Menge liegt um 25,3 l/m² unter dem Normalwert von 153,6 l/m², dies entspricht 84 %. Die höchste Niederschlagsmenge für einen Februar wurde 1970 mit 410 l/m² gemessen, am wenigsten Niederschlag wurde 1914 mit 15 l/m² registriert. Am 11. wurde mit 29,4 l/m² die höchste Tagesniederschlagsmenge erreicht. Die überhaupt größte Tagesmenge für einen Februar mit 65 l/m², datiert aus dem Jahre 1935.

Die Sonnenscheindauer von 189,6 Stunden (Std.) lag im Februar 2019 um 57,5 Std. über dem langjährigen Mittelwert von 132,1 Std., dies entspricht 144 %. Der sonnenscheinreichste Februar war 1998 mit 227 Std., das Minimum wurde 1970 mit 35 Std. registriert.

Die höchste Schneedecke wurde am 4., 12. und 13. mit jeweils 460 cm gemessen. Das nimmt sich immer noch eher bescheiden aus, gegenüber dem Rekordwert vom Februar 1948 mit 730 cm.

Sturmböen der Stärke 8 (>62 km/h) wurden an 10 Tagen erreicht, orkanartige Böen der Stärke 11 (>103 km/h) wurden an 2 Tagen erreicht. Mit 134 km/h wurde am 10. die höchste Windgeschwindigkeit des vergangenen Monats erreicht.

Robert Schardt, Wetterwarte Zugspitze

Bilanz des Winters 2018/2019 (Dez. - Feb.)

Der vergangene Winter war auf Deutschlands höchstem Berg etwas zu mild. Dabei war die Niederschlagsmenge viel zu hoch und die Sonnenscheindauer trotzdem noch im Plus.

Mitteltemperatur: -10,3 °C
langjähriges Temperaturmittel (1961-1990): -10,8 °C = plus 0,5 K
Sonnenscheindauer: 382,6 Std.
langjähriges Mittel: 364,5 Std. =plus 18,1 Std. (105%)
Niederschlagsmenge: 973,5 Ltr./qm
langjähriges Mittel: 525,7 Ltr./qm = plus 447,8 Ltr/qm. (185%)

Anmerkung: Die langjährigen Mittelwerte beziehen sich auf den Zeitraum 1961 bis 1990!

Jahresstatistik 2018 der Wetterwarte Zugspitze

2018 war auf der Zugspitze nach 2011 und 2015 das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1900. Dabei war es zu trocken und die Sonne machte Überstunden.

Im Einzelnen sieht die Bilanz so aus:

Temperaturmittel: -3,0 °C – vieljähriges Mittel: -4,8°C – Abweichung: +1,8 K

Maximum: 13,0 °C am 6. August– absolutes Maximum: 17,9°C am 05. Juli 1957

Minimum: -30,5°C am 26. Februar – absolutes Minimum: -35,6°C am 14. Februar 1940

Sonnenscheindauer: 2042,3 Std. – vieljähriges Mittel: 1846 Std.– Abweichung: +196,3 Std. = 111%.

Niederschlagsmenge: 1744,3 l/m² – vieljähriges Mittel: 2003 l/m² – Abweichung: -258,7 l/m² = 87%

Die vieljährigen Mittelwerte beziehen sich auf den Zeitraum 1961 bis 1990!

Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum  Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Ansprechpartner
Robert Schardt
DWD Garmisch-Partenkirchen
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