Das Wetter im vergangenen Monat

Monatsrückblicke der Wetterwarte Zugspitze

Monatsrückblick der Wetterwarte Zugspitze für den März 2020

Der März 2020 war auf der Zugspitze im Vergleich zu den vieljährigen Mittelwerten zu mild. Niederschlag wurde zu wenig registriert, die Sonnenscheindauer wies dagegen ein Plus auf.

Die gemessene Monatsmitteltemperatur war mit -8,9 Grad Celsius (°C) um 1,3 Kelvin wärmer als der Normalwert von -10,2 °C. Das bislang höchste Märzmittel wurde 1959 und 2012 mit jeweils -5,9 °C gemessen, das tiefste 1944 mit -15,2 °C. Die höchste Temperatur im März 2020 wurde am 19. mit 1,7 °C gemessen, die bislang höchste Märztemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1900 wurde 2011 mit 5,3 °C gemessen. Die Tiefsttemperatur im März 2020 wurde am 26. mit -18,3 °C gemessen, das bisherige Märzminimum mit -31,0 °C 1971.

Die Niederschlagssumme für den Monat März 2020 hat 146,7 Liter pro Quadratmeter (l/m²) betragen. Diese Menge liegt um 39,0 l/m² unter dem Normalwert von 185,7 l/m², das entspricht 79 %. Die höchste Monatssumme für den Monat März wurde im Jahre 1988 mit 452 l/m² gemessen. Das Monatsminimum beträgt 23 l/m² aus dem Jahre 1924. Die höchste Tagesniederschlagsmenge wurde im März 2020 am 10. mit 47,6 l/m² gemessen. Der größte Tageswert für einen März überhaupt stammt aus dem Jahr 2004 mit 100,9 l/m².

Die Schneedecke erreichte im März 2020 ihr Maximum am 11. mit 378 cm. Diese Schneehöhe nimmt sich gegenüber der maximalen März-Schneehöhe von 740 cm aus dem Jahre 1944 doch recht bescheiden aus.

Die Sonnenscheindauer für März 2020 von 184,4 Stunden (Std.) liegt um 30,7 Std. über dem Normalwert von 153,7 Std., das entspricht 120 %. Hier war der März 2012 mit 263,4 Std. der bislang sonnigste. 1944 schien die Sonne im März nur 58 Std.

Sturmböen der Stärke 8 (>62 km/h) wurden an 13 Tagen, orkanartige Böen (>103 km/h) wurden an 3 Tagen registriert. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 2. mit 114 km/h gemessen!

Robert Schardt, Wetterwarte Zugspitze


Anmerkung: Die vieljährigen Mittelwerte beziehen sich auf den Zeitraum 1961 bis 1990!

Bilanz des Winters 2019/2020 (Dez. - Feb.)

Der vergangene Winter war auf Deutschlands höchstem Berg der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Bei Niederschlag und Sonnenscheindauer wurde jeweils ein Plus registriert.

Mitteltemperatur: -7,4 °C
langjähriges Temperaturmittel (1961-1990): -10,8 °C = plus 3,4 K
Sonnenscheindauer: 405,6 Std.
langjähriges Mittel: 364,5 Std. =plus 41,1 Std. (111%)
Niederschlagsmenge: 658,8 Ltr./qm
langjähriges Mittel: 525,7 Ltr./qm = plus 133,1 Ltr/qm. (125%)

Anmerkung: Die langjährigen Mittelwerte beziehen sich auf den Zeitraum 1961 bis 1990!

 

 

Jahresstatistik 2019 der Wetterwarte Zugspitze

2019 war auf der Zugspitze das 5.-wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1900. Dabei war es viel zu nass und die Sonne machte Überstunden. Im Einzelnen sieht die Bilanz so aus:

Temperaturmittel: -3,2 °C – vieljähriges Mittel: -4,8 °C – Abweichung: +1,6 K

Maximum: 16,2 °C am 26. Juni – absolutes Maximum: 17,9 °C am 05.07.1957

Minimum: -22,4 °C am 3. Januar – absolutes Minimum: -35,6 °C am 14.02.1940

Sonnenscheindauer: 2052,7 Std. – vieljähriges Mittel: 1846 Std.–Abweichung: +206,7 Std.=111 %

Niederschlagsmenge: 2559,2 l/m² - vieljähriges Mittel: 2003 l/m² - Abweichung: +556,2 l/m²=128 %

Die vieljährigen Mittelwerte beziehen sich auf den Zeitraum 1961 bis 1990!

Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum  Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Jahresmitteltemperaturen auf der Zugspitze im Vergleich zum Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen (-4,6 °C).
Ansprechpartner
Robert Schardt
DWD Garmisch-Partenkirchen
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